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Romanische Philologie und Kulturwissenschaft
Festschrift
C.
Rohwetter, M. Slavuljica, H. Wittmann, (Hrsg.),
Literarische Autonomie und intellektuelles Engagement
Der Beitrag der französischen und italienischen Literatur zur europäischen
Geschichte
(15.-20. Jh.)
Festschrift für Dirk Hoeges zum 60. Geburtstag
Peter Lang, Frankfurt/ M. 2004.
Wie kann Literatur
einen Beitrag zur Geschichte leisten, ohne ihre ästhetische Autonomie
preiszugeben? Diese Frage bildet den verbindenden Leitgedanken der Aufsätze
in dieser Festschrift für Dirk Hoeges. Sie versammelt Beiträge,
in denen das Verhältnis des Dichters, des Intellektuellen, des homme
de lettres zur Politik, zum Zeitgeschehen und zur Geschichte reflektiert
wird. Diese literatur- und kulturwissenschaftliche Perspektive profiliert
auch die romanistischen Arbeiten von Dirk Hoeges. Die Festschrift zielt
auf Darstellung und Analyse der komplexen Verbindungen von Kunst und Gesellschaft,
Literatur und Politik, Ästhetik und Geschichte. Am Beispiel herausragender
Repräsentanten entscheidender Epochen französischer und italienischer
Literaturgeschichte wird gezeigt, dass diese Reziprozität ein kultur-
und gesellschaftsbildendes Element der europäischen Geschichte ist.
Von Bernardo Machiavelli, Vater des berühmten Niccolò, über
Luigi Alamanni, La Rochefaucauld und La Bruyère, Condorcet, Chateaubriand,
Brunetière, Casanova, Charles de Villers, Balzac, Achille Murat,
Vincenzo Gioberti, Tomasi di Lampedusa, Jacques Maritain bis zu Sartre und
Camus wird in diesem Band ein vielfältiges und intellektuelles Panorama
vom Renaissance Humanismus bis zur Intellektuellen-Debatte des 20. Jahrhunderts
eröffnet.
Inhaltsverzeichnis
Catherine Atkinson
"Giorno per giorno"oder: Wie man in aller Ruhe "Buch führt"
über die Wechselfälle des Lebens. Das Tagebuch des Bernardo Machiavelli
im Quattrocento-Florenz
Elisabeth Frege
Luigi Alamanni im Kampf mit Fortuna
Eva Regtmeier
Das zweite Gesicht. Zur Funktionalisierung der "dissimulation"
in der höfischen Gesellschaft des Ancien Régime
Heiner Wittmann
Condorcet und die Französische Revolution
Johannes Regenbrecht
Die Französische Revolution als Sternstunde des Historikers: Revolutionskritik
und Geschichtsschreibung bei François-René de Chateaubriand
Andreas Gipper
Ferdinand Brunetière: Die Literaturkritik des Fin de siècle
und die Autonomie des literarischen Feldes
Marita Slavuljica
Eine Frage des Stils: Casanova und die Französische Revolution
Ingrid Rademacher
Magnetismus und Imagination. Charles de Villers philosophischer Roman Le
Magnétiseur amoureux
Christina Rohwetter
"Der Geschichte ins lebendige Fleisch dringen": Literatur, Magie
und Geschichte in Balzacs Trilogie Sur Catherine de Médicis
Paul Reiter
Achille Murat: Funktionalisierte Massenbildung und das solitäre literarische
Subjekt unter dem Damoklesschwertder opinion publique'in einer ökonomisch-utilitaristisch
orientierten Arbeitsgesellschaft
Christiane Liermann
Die Begründung der Nation: Italien
Regina Krieger
Die Mafia in Donnafugata: Literatur und Politik in Lampedusas Gattopardo
Andreas Verhülsdonk
Jacques Maritain - oder was ist ein katholischer Intellektueller?
Maike Buß
Intellektuelle und Politik. Deutsch-französische Lernprozesse im 20.
Jahrhundert