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www.france-blog.info
Catégorie:
Présidentielle 2007
La Présidentielle est un exercice pédagogique
qui rassemble la droite et la gauche plus ou moins contre leur gré
pour qu'ils placent un roi sur l'orbite où il planera au-dessus
des partis. hw
Charles
de Gaulle
Le
débat
télévisé
(*.pdf) entre
MM. François Mitterrand & Jacques Chirac
du 28 avril 1988
in:
Face à
Face
Le débat télévise du second tour
de l'élection présidentielle
sur le site des
Ed. Bouher.
Les
partis politiques
www.scrutin.org
L'élection présidentielle 2007
www.france-blog.info bloggte
live aus der Redaktion von
www.france24.com
1 er tour: dimanche, 22 avril et 2ème tour: dimanche 6 mai 2007
Lesetips für die
Präsidentschaftswahl in Frankreich:
Die
Zeitschrift Internationale Politik
bietet in ihrem jüngst erschienenem April heft (4/2007) ein ausführliches
Dossier zu den französischen Präsidenschaftswahlen an: Wohin
steuert Frankreich?
Internationale
Politik
Daniela Schwarzer, Frankreich- und Europaexpertin der Stiftung Wissenschaft
und Politik in Berlin berichtet unter dem Titel Wahl der Willkür
über Trends, Themen und Temperamente. Sie zeigt, wie die Kandiaten
erst im Wahlkampf ihre Themen schmieden, wodurch auch die hohe Zahl der
Unententschiedenen erklärbar wird, und sie zeigt einleuchtend,wie sich
die Konturen zwischen rechts und links verwischen. Sie sieht Hoffnungen
für François Bayrou, als Wähleralternative angenommen zu
werden.
Johannes Wetzel, freier Jurnalist, berichtet über François Bayrou;
Rebell der Mitte, der das 'extreme Zentrum' (A. Duhamel) neu erfindet.
Allerdings zeigt sich der Autor skeptisch, ob das von Bayrou angestrebte
Ziel der Einheit wirklich in die politische Landschaft paßt, in der
gerade die Linke und die Rechte den Mythos der nationalen Einheit bestimmen.
Frank Baasner fragt angesichts des Wartens auf den großen Ruck in
Frankreich, ob der der Ausweg VI. Republik? heißt. Die Verkürzung
des Mandats des Präsidenten auf 5 Jahre, die Cohabitation, die wohl
nicht mehr angemessene Repräsentativität der Assemblée
nationale mit ihrem Mehrheitswahlrecht deuten auf einen Reformbedarf der
Institutionen hin. Die Situation ist paradox meint er. Nur ein starker Präsident
wäre in der Lage, die Machtposition des Parlaments zu stärken.
Daniel Vernet, außenpolitischer Direktor bei LE MONDE, untersucht Frankreichs außenpolitische Vorstellungen, die zwischen dem Beharren auf Tradtionslinien, Realpolitik und Moralismus schwanken: Multipolare Verwirrungen. Er beschreibt den Zick-Zack-Kurs der französischen Außenpolitik, die mit dem "De Gaulle-Mitterrand-Chirac'schen Kompormiss" eigentlich seit dem Ende der Blöcke in Europa und den neuen neuen Herausforderugnen durch die Globalisierung überholungsbedürftig ist.
Dominique Moïsi, Mitbegründer des Institut français des
relations internationales (ifri) in Paris und Professor für Internationale
Beziehungen am Collège d'Europe in Natolin/Warschau entwickelt einen
"Leitfaden: Wie man Weltmacht bleibt, ohne seine Freunde zu ärgern:
Knigge für die Grande Nation. Frankreich kann sich nicht aus
der Globalisierung ausklinken, und es darf seine Aufgaben nicht vvernachlässigen:
dazu gehören das transatlantische Verhältnis, der Dialog mit dem
Islam und der Klimaschutz. Unter den 7 Ratschlägen an die Adresse Frankreichs
ist der Punkt 4 besonders wichtig: Frankreichs EInfluß in der Welt
hängt von der eigenen Reformfähigkeit ab. Zudem sind die Innen-
und die Außenpolitik immer enger miteinander verbunden. Dazu paßt
auch, daß der Autor daraufhinweist, daß es nicht darum geht,
ob und wie Europa islamisiert wird, sondern, was "Frankreich und Europazur
Aussöhnung der islamischen Welt mit sich selbst beitragen können."
Martin Koopmann leitet das Programm Frankreich/deutsch-französische
Beziehungen in der DGAP und berihctet über die Neuformierung der französischen
Europa-Politik. Zaghaft, aber es bewegt sich was, und Berlin sollte dabei
Hilfestellungstellung leisten: Brückenbauer gesucht. Er zeigt,
die Auswirkungen des Mißerfolgs des Referendums, erinnert aber auch
daran, daß man allgemein der Ansicht ist, daß die für die
Institutionen relevanten Passagen der Verfassung nicht die Ursache seiner
Ablehnung waren. Zwar entwickeln die Kandidaten aus der Analyse der bisherigen
Europapolitik unterschiedliche Ansätze, der Autor zeigt aber am Beispiel
der Europäischen Nachbarschaftspoliitk (ENP), daß auch Berlin
sich hier kompromißbereiter zeigen muß.Er traut der PS unter
Ségolène Royal neue Ansätze in der Europapolitik zu,
er weiß daß Nicolas Sarkozys Haltung in Berlin am besten bekannt
ist, glaubt aber, daß François Bayrou u.a. im Bereich von multilateralen
europäischen Kooperation ein "hohes Maß an Konsensfähigkeit"
zukommt.
Angelica -Schwall-Düren, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der
SPD-Bundestagsfraktion für Angelegenheiten der Europäischen Union
plädiert für ein europäisches Frankreich Gemeinsam Geschichte
schreiben und erinnert mit ihrem Titel an den Erfolg des gemeinsamen
Geschichtsbuches (Klett und Nathan).
Henrik Uterwedde, stellvertretender Direktor der Deutsch-französischen Instituts in Ludwigsburg analysiert Frankreichs Wirtshaft zwischen Erneuerung und Beharrung: Revolution auf Raten. Sein Titel ist gut gewählt und bringt die Probleme Frankriechs auf den Punkt: Bemerkenswerte wirtschaftliche Erfogle stehen punktuell sruktrellen Probelmen gegenüber, wobei eine der Hauptursachen, das staatsdirgistische Modell der Nachkriegszeit tatsächlich seit dem Beginn der achtziger Jahre abgebaut wird - auf Raten. Neue Rahmenbedingungen für Unternehmensgründungen und eine Stärkung des Mittelstandes gehören u.a. zu den vordringlichen Aufgaben.
Eva Sabine Kuntz, Generalsekretärin Deutsch-Französischen Jugendwerks zeigt, wie der Jungend Frankreichs der soziale Abstieg droht:keine Arbeit, keine Zukunft. Der Blues der "Generation Chirac" lautet die Überschrift ihres Beitrags. Sie zeigt die dramatischen Veränderungen der letzten Jahre, die hohe Arbeitslosigkeit, die Auswirkungen der Randale in der Banlieue und der erfolgreichen Proteste gegen den Ersteinstellungsvertrag. In beiden Protestwellen erkennt die Autorin den Wunsch der Jugendlichen, etwas bewegen zu wollen. Der immer schwierigere Berufseinsteig für die Jugendlichen in Franrkeich und der daraus entstehende Frust kann das "republikanische und soziale Modell" ins Wanken bringen.
Heiner Wittmann
DOKUMENTE.
Zeitschrift für den deutsch-französischen Dialog hat seinem
2. Heft / 2007 ein Dossier 50 Jahre Römische Verträge vorgelegt.
Außerdem berichten mehrer Autoren über die bevorstehenden Wahlen
in Frankreich.
Dokumente
Das paßt gut: ein Dossier, das dem Jahrestag der Unterzeichnung der Römischen Verträge und einer Bilanz der EU gewidmet ist.
Ansbert Baumann ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Zeitgeschichte der Universität Tübingen und Maître de Conférence am IEP Paris. Er berichtet über Deutsch-französische Impluse vom Elysée-Vertrag bis nach Maastricht, betont die unterschiedlichen Ziele Frankreichs und Deutschland, und weist daraufhin, daß "die Interdependenzen zischen deutsch-französischer Kooperation und europäischen Integrationsprozess ... dabei meistens vielschichtig" waren. Dabei wird aber dennoch die Bedeutung der persönlichen Beziehungen zwischen dem Bundeskanzler und dem Staatspräsidenten deutlich, z. B. waren es Schmidt und Geiscard d'Estaing, die mit dem EWS einen bedeutenden währungspolitischen Erfolg errangen. Oder 1983 als Mitterrrand in Frankreich wirtschaftspolitischen Änderungen einleitet und sich dem Stabilitätskurs der Partner übernahm. Baumanns Artikel ist lesenswert, weil er gerade vor den Wahlen an das Potential der deutsch-französsichen Kooperation zugunsten der EU erinnert.
Medard Ritzenhofen, Journalist in Strasbourg erinnerte an Chiracs zwiespältige Bilanz: Adieu Jacques!. Sein Ablehnung des Irak-Krieges verschaffte ihm die meisten Punkte seiner Popoularität. Zögerliche Reformen belasten seine Blianz ebenso wie seine Zurückhaltung im deutsch-französischen Verhältnis. Nicht von Royal und nciht von Sarkozy, sondern von François Bayrou erwartet Ritzenhofen Veränderungen zugunsten der französischen Europapolitik
Winfried Veit leitet das Pariser Büro der Freidrich-Ebert Siftung. Er sieht die französiche Linke vor den Präsidentschaftswahlen In der Bewährungsprobe. Zwar haben sich die Mitgliederzahlen der PS von 130.000 auf 280.000 infolgen einer geschickten Werbung 2006 verdoppelt. Die Umfragen halfen Ségolène Royal, die allein geeignet erschein, den Herausforderer Sarkozy schlagen zu können. Ihr neuer Stil der "partizipativen Demokratie" wurde im Verlauf des Wahlkampfes modifiziert, auch band sie wieder die Führungspersönlichkeiten ihrer Partei in ihren Wahlkampf ein. Veits Artikel zegt, daß Royal scheitern könnte, weil sie die verschiedenen linken Lager nicht in dem Maße einen könnte, wie dies nötig wäre, um im zweiten Wahlgnag die notwendigen Stimmen aus dem rechten Lager zu bekommen.
Medard Ritzenhofen berichtet über Nicolas sarkozy, François Bayrou und Jean-Marie le pen: Renouveau der Rechten. Drei Punkte: "Die Rechte gibt es wengier als die Linke." Die Rechte hatte nie einen guten Ruf und ihre Herrschaft ließ die Linke nur als Ausnahme zu. Ritzenhofen bezeichnet Sarkozys Vorstellugnen als einen modernen Konservativismus und stellt ihm die "Radikalität der Mitte" von François Bayrou gegenüber, in Frankreich zum solidesten Fürsprecher Europas geworden ist. "Frankreich den Franzosen": so wurde Le Pen zum langlebigsten Politiker und trittt schon das 5. Mal bei der Präsidentschaftswahl an. Diesmal hat aber Sarkozy mit seinen Stellungnahmen zur Verbrechensbekämpfung dazu beigetragen, daß die Ansichten der FN populärer werden. Royal, die von militärisch geführten Erzehungsanstalten sprach, hat ebenfalls wenn auch nur indirekt zur Aufpolierung des Images der FN beig tragen. Trotzdem bleibt Le Pen bei seinen Grundüberzeugungen, die die Protestwähler ansprechen. Bayrou hingegen will sich am Berliner Vorbild der Großen Koalition orientieren.
Joaychim Schild lehrt Vergleichende Regierungslehre an der Universität Trier und analysiert die Bedeutung der Europapolitik im Präsidentschaftswahlkampf: Europa als Sündenbock. Die drei Kandidaten, die in den Meinungsumfragen an der Spitze stehen teilen die Bedenken vor der Erweiterung der EU. Royals Vorstellungen hinsichtlich der Statuten der Europäischen Zentralbank haben den deutschen Partner irritiert. Hinsichtlich des EU-Vertrages setzt sich Sarkozy für einen "Mini-Vertrag" ein und will ihn im parlementarischen Ratifizierungsverfahren verabschieden. Royal und Bayrou möchten beide nach Änderungen des Vertrages ein neues Referendum. Schild bezeichnet es als eine "politische wie intellektuelle Kraftanstrengung", die notwendig ist, "eine im Innern aufgrund der politischen und sozialen Krisen der letzten Jahre und der anhaltend hohen Arbeitslosigkeit tief verunsicherten Republik mit Europa zu versöhnen und Frankreich den gewohnten Paltz als europäische Fürhungsmacht auch für die Zukunft zu garantieren."
Heiner Wittmann