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Literatur, Kulturwissenschaft, deutsch-französische Beziehungen
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Jean-Paul Sartre
H.
Wittmann, Sartre und die Kunst.
Die Porträtstudien von Tintoretto bis Flaubert,
Gunter
Narr Verlag, Tübingen 1996, 200 Seiten,
EUR 24.- ISBN 3-8233-5167-2. Das Buch ist auf französisch
bei
L'Harmattan
erschienen.
Jean-Paul Sartre entwickelte
mit seinen Beschreibungen und Analysen der Werke von Wols, Giacometti, Alexander
Calder,
Tintoretto,
Gustave Flaubert, Charles Baudelaire, Stéphane Mallarmé, Jean
Genet u.a. eine Porträttechnik, die mit den Ansätzen seiner philosophischen
Hauptwerke und seiner Literaturkritik untrennbar verbunden ist. Mit der
Analyse dieser Zusammenhänge, mit denen Sartre eine ihm eigene Ästhetik
begründet, kann seine Absicht, Literatur, Kunst und Philosophie in
seinem Werk miteinander zu verbinden, nachgewiesen werden.
Sartres Tintoretto-Studien sind ein Beleg für die erfolgreiche Anwendbarkeit
der Porträttechnik, zumal Sartre sie im Falle Tintorettos (
Sartre
und Venedig) auf die Werke eines
Künstlers überträgt, der einer ganz anderen Epoche entstammt
als die, denen er Porträtstudien gewidmet hat. Die hier vorgestellten
Zusammenhänge von bildender Kunst und Literatur vermitteln einen Einblick
in die Struktur seines Gesamtwerkes. In diesem Sinne kann dieses Buch auch
als eine Einführung in sein Werk gelesen werden.
Links zum Buch Sartre
und die Kunst

"Scuola di San Rocco. Tintoret. Je voulais parler de ce peintre et
puis je ne l'aime plus. Je dirai pourquoi.
C'est un grand peintre, undes plus grands mais il lui manque quelque chose.La
foi sûrement. Mais aussi une vision personnelle du monde. Cela fera
rire : quoi de plus personnel ? Cette nature folle, sinistre, ces lumières,
ces mouvements étranges, ces fugues et toutes ces tentatives pour
briser le cadre spatial et temporel du tableau, pour faire entrer le temps
dans le tableau et le mouvement en avant. Oui mais justement c'est
un effort gigantesque et technique sur une vision conventionnelle et naturaliste.
C'est le Véronèse plus ce génie du mouvement,
de la lumière et des trois dimensions."
Sartre et Venise
Sartre, La Regina Albemarla o il ultimo Turisto, in : La reine Albemarle ou le dernier touriste, Fragments (éd. A. Elkaïm-Sartre), Gallimard, Paris 1991, S. 142 f.
Diesseits des Rheins ist es noch immer weitgehend unbekannt, daß
Jean-Paul Sartre sich intensiv mit den Werken Tintorettos beschäftigt
hat. Mit zahlreichen Analysen der Werke des venezianischen Malers hat Sartre
sehr erfolgreich die Übertragbarkeit seiner Porträtmethode auf
das Werk eines Künstlers bewiesen, der aus einer ganz anderen Epoche
stammt, wie die Maler, Bildhauer, Dichter und Schriftsteller, deren Werke
er ebenfalls in seinen Analysen untersucht hat.
siehe auch das Kapitel Camus
und Sartre in:
Heiner Wittmann, Albert Camus. Kunst
und Moral
Dialoghi/Dialogues. Literatur und Kultur Italiens und Frankreichs. Peter
Lang,
Frankfurt/M u.a. 2002, S. 85-100.

Podiumsdiskussion anlässlich des
100. Geburtstags von Jean-Paul Sartre
Freitag, 29. April 2005, 19.30 Uhr
Fotos:
www.sartre-gesellschaft.de/frankfurt.html
Vortragssaal Deutsche Bibliothek, Adickesallee 1, Frankfurt
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